Ein Pünktchen kommt selten allein: Crop-Top.

Der zweite Monat in Folge und ich bin wieder bei der 12 colours of handmade fashion Aktion von Selmin dabei! Die Farbe für den Monat Mai: Weiß. Damit lässt sich also eigentlich alles machen. Gut, dass mein Projekt bereits seit längerer Zeit feststand und ich durch die Aktion motiviert wurde, es endlich in Angriff zu nehmen.

Das letzte mal habe ich von meinem Semi-erfolgreichen Stoffausflug berichtet. Neben dem gelben Stoff für das April-Shirt habe ich einen wunderschönen Pünktchen-Jacquard(?) ergattert. Und er ist beidseitig verwendbar, Yes!

Zudem ist meine Lieblingsbeschäftigung während des Wartens am Hauptbahnhof das Stöbern im Zeitschriftenladen, so fiel mir endlich mal die La Maison Victor in die Hände. Die Schnitte sind ja wunderschön, wie konnte das nur so lange an mir vorbei gehen… Sorry burda, als burda easy mag ich dich nach wie vor sehr, aber das monatliche Taschengeld wandert wohl jetzt aber eher zur LMV. Das Crop-Top Michèle und der dazu präsentierte Rock (den ich jedoch  extra bestellen musste und für den der Stoff leider nicht mehr ausreicht…) haben es mir besonders angetan. Die Kombination mit dem Pünktchenstoff war dann Schicksal.

Genäht: Crop-Top Michèle in Größe 34 aus der La Maison Victor Mar/Apr 2017

Crop Top vorne DetailCrop Top vorneCrop Top SeiteCrop Top RückenKnöpfe DetailPasseFotos: Markus Ries. Merci!

Wie gut zu sehen ist, ist das Top recht kurz konzipiert. Eigentlich babe ich in weiser Voraussicht extra die Länge der größten Größe ausgewählt, aber da hatte ich nicht mit den Briefecken des Schnittes gerechnet. Ich weiß immer noch nicht, wie es dazu kam, aber beim Zusammennähen des Vorder- und Rückenteils hatte ich auf einmal zwei unterschiedlich lange Teile. Ich habe die Schnittteile mehrmals abgeglichen und konnte keinen Fehler finden. Nach zwei destruktiven Abenden habe ich einfach die ursprüngliche Länge genäht, da für eine längere Variante die Teile vorab bereits angeschnitten waren und (zumindest mir) nur begrenzte Möglichkeiten ließ. Fazit: Nächstes mal würde ich das Schnittteil des Rückens ohne weggekürzte Ecken zuschneiden, also einfach gerade herunterlaufend. So können dann die Briefecken nach Gusto angefertigt werden. Die Länge des Tops ist mir dementsprechend für meinen Geschmack einen Ticken zu kurz.

Ansonsten habe ich aber keine Änderungen vorgenommen und bin hoch überrascht und erfreut, dass es ziemlich hervorragend passt. Am rückwärtigen Halsausschnitt könnte noch etwas Stoff weg, irgendwie scheint das ein häufigeres Problem meines scheppen Rückens zu sein. Zukünftig also vielleicht Abnäher. Auf dem Foto sieht es aus, als wären die Rückenteile unterschiedlich lang, tatsächlich sind sie nur minimal verschoben.

Ich bin happy. Liegt wohl daran, dass es mein bisher ordentlichstes und präzisestes Werk ist.

Und nun reihe ich mich an diesem letzten Maitag zu der wunderschönen Sammlung an weißen Kleidungsstücken bei Selmin sowie dem Me-Made-Mittwoch ein, wo Sybille ihr Lempidress präsentiert.

Auf bald!

Seweryna.

 

 

 

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Letzte Ausflüge in den Winter: Wollpullover.

Es regnet, die Sonne scheint, es regnet, es ist zu warm im Wintermantel auf dem Fahrrad, dann ist es zu kalt, dann ist es windig, dann warm, dann matschig. Was auch eine Winterstimmung beschreiben könnte, deutet aber vor allem darauf hin, dass es bald Frühling wird! Daher möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, ein Winterprojekt vorzustellen, das auch nur wirklich dann getragen werden kann. Ein genähter Wollpullover.

Wollpullover kragen

Das Modell habe ich bereits in zahlreichen Varianten auf anderen Blogs begutachten können, hier also nun meine Version des Modells 109 aus der burda style 10/2015.

Wollpullover front draußen

Wollpullover front
Fotos: Markus Ries

Genäht in Größe 34, aus Faulheitsgründen ohne Reißverschluss. Das Nähen ist tatsächlich schon über ein Jahr her, auf jeden Fall ging es sehr zügig. Der schwarze dicke Stoff ist eine schöne Wolle mit hübschem Muster und wurde auf dem Stoffmarkt ergattert. Der Pullover ist an sich sehr bequem, er ist aber  besser für kalte Tage geeignet, an denen man sich nicht ständig an- und wieder ausziehen muss. Als etwas nachteilig empfinde ich die Zusammensetzung der Teile, da sich bei Bewegung der Schultern der komplette Pullover nach oben bewegt. Kein Dauerbrenner also, aber an ausgewählten Tagen gerne ausgeführt.

Heute zeigt euch Nina beim Me-Made-Mittwoch ein tolles Kleid mit sehr schönem Ausschnitt sowie ihr Statement mitsamt Kopfbedeckung zum Weltfrauentag!

Auf bald!

Seweryna.

 

 

 

Weihnachtskleid: Finale.

Weihnachten steht nun wirklich vor der Tür, die letzten Geschenke sind noch in der Produktion und der Weihnachtsstress ist fast bezwungen. Und Stress meine ich nicht negativ. Jedes Jahr aufs Neue entscheide ich sehr kurzfristig, nun doch meine Geschenke selbst zu machen. Und das ist schön, da viel Zeit drin steckt. Und Überlegungen, was den Liebsten gefallen könnte. Das macht die Weihnachtszeit für mich so besonders.

Und ich habe es geschafft, mir selbst ein Geschenk zu machen. Denn mein Weihnachtskleid ist fertig geworden und es gefällt!

Bei meinem letzten Zwischenstand des Weihnachtskleid-Sew-Alongs, habe ich behauptet, ich sei fast fertig *räusper*. Eine Kommilitonin, von der ich erfahren habe, dass sie Maßschneiderin ist, wurde aber noch in der gleichen Woche konsultiert. Und so wurde nochmal gefühlt das halbe Kleid auseinander genommen. Aber jetzt hat sich das Kleid von Okay zu wunderbar gewandelt!

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Es wurden im Rücken nochmals zwei Abnäher eingefügt, um das Kleid taillierter zu machen, zudem wurde an den Seiten noch einiges weg genommen. Insgesamt ist es also zum letzten Zwischenstand um mindestens 3 cm schmaler geworden. Komischerweise steht nun der Rückenausschnitt etwas ab. Vielleicht ändere ich das irgendwann nochmal wenn ich Tipps bekomme. Ach und den Saum habe ich diesmal sogar per Hand angenäht!

Ich möchte mich von Herzen bei den Organisatorinnen des diesjährigen Sew-Alongs, Dodo und Yvonne bedanken, die alle Nähbegeisterten wieder auf einer Plattform versammelt haben, um zusammen etwas Wundervolles zu erschaffen. Alle für sich, aber irgendwie auch gemeinsam. Hier entlang zur weihnachtlichen Modenschau der anderen Weihnachtskleider!

Ich wünsche euch allen tolle und besinnliche Weihnachten, auf bald!

Sew.eryna.

 

 

Pläne sind dafür da, um über den Haufen geworfen zu werden.

Und der Titel dieses Beitrags sagt schon sehr viel über meinen Näh- und Entscheidungsprozess des diesjährigen WeihnachtsKleid-Sew-Alongs. Wir sind mittlerweile bei Teil 3 angelangt.

Hier zur Erinnerung mein letzter Plan:

Das Snowball-Kleid in einem schönen Orange.

Im Stoffladen meines Vertrauens gab es jedoch nichts, das meiner Vorstellung irgendwie nahe kam. Zudem bin ich auch noch fast in Ohnmacht gefallen, als ich die komplette Anleitung zum Schnitt vor mir liegen sah. Keine gute Ausgangslage also. Lieber ein kleines Projekt suchen, das auch in der stressigen Weihnachtszeit Freude bereitet.

Der eigene Stoffvorrat gab einen schwarz-gemusterten Stoff von sich preis. Er wollte mal ein Cambie-Dress werden aber ein kleines Schwarzes für Weihnachten wurde auch genehmigt. Von weitem erinnert es mich an Gefieder.
Ich habe mich dann für Modell 2A aus der burda easy HW 2016 entschieden.

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Risiko. Ohne Probeteil, auf Größe 35 geändert. Dafür bin ich sehr zufrieden. Der nahtverdeckte Reißverschluss hat nicht viel mit verdeckt zu tun, aber sonst passt es akzeptabel. Es fehlen noch: der Besatz, die 3/4 Ärmel und der Saum.

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Vielleicht nehme ich das Kleid als Grundlage für Veränderungen, um noch eine Version aus Samt zu nähen. Wenn ich vor Weihnachten noch Zeit finde *ho ho ho*.

Die Fortschritte der anderen Weihnachtskleider findet ihr wieder beim Me-Made-Mittwoch! Auf diese Abendlektüre freue ich mich besonders!

Auf bald!

Seweryna.

 

 

Blouson – oder: Aller guten Dinge sind drei.

Ich bin wohl Serientäterin. Das dritte mal habe ich nun diesen Schnitt genäht. Und ich verstehe mittlerweile sehr gut, warum es so beliebt ist, den selben Schnitt mehrmals zu nähen: Kein Entziffern der Schnittbögen, kein Abpausen, Auschneiden und dabei Rückenschmerzen einkassieren. Aber vorerst schließe ich nun das Kapitel ‚Blouson‘.

Es handelt sich wieder um Blouson-Schnitt 1 aus der burda easy FS 2014 in Größe 36. Ebenfalls mit Paspeltaschen. Weil ich sie so schön finde. Genäht aus einem wunderschönen smaragdgrünen Steppstoff (besser kann ich ihn nicht benennen). Mit schwarzem Bündchen und goldenem Reißverschluss als Akzent.
Ich bin verliebt. Aber seht selbst:

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Fotos: Ruzica Mikolic

Meine Kritik kurz gefasst: Der Stoff war beim Nähen eine Katastrophe (eine Lage war anschließend länger als die andere), eine Paspeltasche ist etwas misslungen, am Nacken könnte das Bündchen etwas besser sitzen und der Stoff ist recht empfindlich. Aber so schön!

Die ganze Blouson-Kollektion hier: Nummer 1 und Nummer 2.

Und endlich kann ich mich mal wieder dem Me-Made-Mittwoch anschließen. Dort zeigt Gastgeberin Nina heute ein tolles Mantelkleid.

Auf bald!

Sew.eryna