Weihnachtskleid: Finale.

Weihnachten steht nun wirklich vor der Tür, die letzten Geschenke sind noch in der Produktion und der Weihnachtsstress ist fast bezwungen. Und Stress meine ich nicht negativ. Jedes Jahr aufs Neue entscheide ich sehr kurzfristig, nun doch meine Geschenke selbst zu machen. Und das ist schön, da viel Zeit drin steckt. Und Überlegungen, was den Liebsten gefallen könnte. Das macht die Weihnachtszeit für mich so besonders.

Und ich habe es geschafft, mir selbst ein Geschenk zu machen. Denn mein Weihnachtskleid ist fertig geworden und es gefällt!

Bei meinem letzten Zwischenstand des Weihnachtskleid-Sew-Alongs, habe ich behauptet, ich sei fast fertig *räusper*. Eine Kommilitonin, von der ich erfahren habe, dass sie Maßschneiderin ist, wurde aber noch in der gleichen Woche konsultiert. Und so wurde nochmal gefühlt das halbe Kleid auseinander genommen. Aber jetzt hat sich das Kleid von Okay zu wunderbar gewandelt!

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Es wurden im Rücken nochmals zwei Abnäher eingefügt, um das Kleid taillierter zu machen, zudem wurde an den Seiten noch einiges weg genommen. Insgesamt ist es also zum letzten Zwischenstand um mindestens 3 cm schmaler geworden. Komischerweise steht nun der Rückenausschnitt etwas ab. Vielleicht ändere ich das irgendwann nochmal wenn ich Tipps bekomme. Ach und den Saum habe ich diesmal sogar per Hand angenäht!

Ich möchte mich von Herzen bei den Organisatorinnen des diesjährigen Sew-Alongs, Dodo und Yvonne bedanken, die alle Nähbegeisterten wieder auf einer Plattform versammelt haben, um zusammen etwas Wundervolles zu erschaffen. Alle für sich, aber irgendwie auch gemeinsam. Hier entlang zur weihnachtlichen Modenschau der anderen Weihnachtskleider!

Ich wünsche euch allen tolle und besinnliche Weihnachten, auf bald!

Sew.eryna.

 

 

Pläne sind dafür da, um über den Haufen geworfen zu werden.

Und der Titel dieses Beitrags sagt schon sehr viel über meinen Näh- und Entscheidungsprozess des diesjährigen WeihnachtsKleid-Sew-Alongs. Wir sind mittlerweile bei Teil 3 angelangt.

Hier zur Erinnerung mein letzter Plan:

Das Snowball-Kleid in einem schönen Orange.

Im Stoffladen meines Vertrauens gab es jedoch nichts, das meiner Vorstellung irgendwie nahe kam. Zudem bin ich auch noch fast in Ohnmacht gefallen, als ich die komplette Anleitung zum Schnitt vor mir liegen sah. Keine gute Ausgangslage also. Lieber ein kleines Projekt suchen, das auch in der stressigen Weihnachtszeit Freude bereitet.

Der eigene Stoffvorrat gab einen schwarz-gemusterten Stoff von sich preis. Er wollte mal ein Cambie-Dress werden aber ein kleines Schwarzes für Weihnachten wurde auch genehmigt. Von weitem erinnert es mich an Gefieder.
Ich habe mich dann für Modell 2A aus der burda easy HW 2016 entschieden.

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Risiko. Ohne Probeteil, auf Größe 35 geändert. Dafür bin ich sehr zufrieden. Der nahtverdeckte Reißverschluss hat nicht viel mit verdeckt zu tun, aber sonst passt es akzeptabel. Es fehlen noch: der Besatz, die 3/4 Ärmel und der Saum.

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Vielleicht nehme ich das Kleid als Grundlage für Veränderungen, um noch eine Version aus Samt zu nähen. Wenn ich vor Weihnachten noch Zeit finde *ho ho ho*.

Die Fortschritte der anderen Weihnachtskleider findet ihr wieder beim Me-Made-Mittwoch! Auf diese Abendlektüre freue ich mich besonders!

Auf bald!

Seweryna.

 

 

Auf ein Neues: Projekt Ho Ho Ho.

Ich glaube ich habe das Bloggen verlernt. Umzug, Uni und Arbeit haben eine Müdigkeit zum Kreativen in mir aufkommen lassen. Mittlerweile fühlt sich die neue Wohnung schon wie Zuhause an, auch wenn es noch viel zu tun gibt. Und die Lust, etwas mit eigenen Händen zu machen, kommt langsam wieder. Welch besseren Einstieg gäbe es da, als beim MMM-Weihnachtskleid-Sew-Along mit zu machen (WKSA)? Wenn ich nicht eine Woche Urlaub in einem Ferienhäuschen fest eingeplant hätte, würde ich mich das auch gar nicht trauen. Aber so weiß ich, dass es zumindest theoretisch machbar ist.

Heute ist Teil 1 dran: Rückblick und Ideensammlung.

Zunächst einmal zum Rückblick: Meine Sammlung der WKSA-Kleider ist sehr mager, ich komme auf ein Kleid (Weihnachten ’14):

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Eigentlich mag ich das Kleid gerne, ich finde auch, dass es durchaus alltagstauglich wäre, wenn es kürzer wäre. Der Reißverschluss müsste dafür jedoch gekürzt werden. Angst davor, also leider Schrankhüter 😦

Mein diesjähriger Plan: Etwas schönes und bequemes. Weihnachten ist nach dem Koch- und Essenswahnsinn für mich vor allem besinnlich auf der Couch sitzen 🙂 Daher brauche ich nichts wildes. Schön wäre es, wenns alltagstauglich wäre.

Bisher habe ich zwei Ideen:

Zu Nummer 1 fehlt mir Schnitt und Stoff (und gerade mein Vorlagenbild). An sich ein A-Linienkleid mit Stehkragen, aber mit leicht überschnittenen Ärmeln (ich hoffe das heißt so). Kennt jemand einen Schnitt für ein solches Kleid oder Bluse? Mir schwebt das schon sehr lange vor. Gerade der Kragen macht es so spannend. Meine Originalvorlage hat ein tolles Orange aus etwas festerem Stoff.

Hier der Link zum ungefähren Beispiel. Vielleicht kennt ihr ja einen einfachen Schnitt dazu?

Und hier Nummer 2: Ein Jersey-Dirndl von Blutsgeschwister.

OLYMPUS DIGITAL CAMERABei Nummer 2 fehlen noch passende Jerseystoffe. Wer mich persönlich kennt, weiß dass ich Blutsgeschwister liebe ❤

Die Auswahl der anderen Teilnehmerinnen ist wesentlich anspruchsvoller, ich bin sehr gespannt, für welche Modelle sie sich entscheiden werden. Hier könnt ihr die Werkschau und Ideen von Yvonet und Dodo sowie die Links der anderen Teilnehmerinnen einsehen. Euer Können will ich haben 🙂

Auf bald!

Seweryna.

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Jerseykleid. Diesmal in Rot und nach burda-Schnitt

Um wieder einmal ein bisschen Leben in meinen Blog zu bringen, zeige ich euch heute mal ein altes Nähergebnis. Ein rot/graues Jerseykleid nach einem Schnittmuster aus der burda easy H/W 2011, Modell 6c.

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Als ich das Teil vor einem Jahr fertig genäht habe und mich bereits wie ein Keks gefreut habe, fiel die Anprobe doch sehr ernüchternd aus. Das Teil sah aus wie ein Sack. Also habe ich im Endeffekt überall 10 oder 15 Zentimeter abgenommen und mit Schneiderkreide eine ganz neue Linie erstellt. Das Endergebnis kann sich zumindest sehen lassen, auch wenn sich mein Geschmack wieder einmal verändert hat. Aber wer kennt das nicht 😀

Ach und hier noch der erste, von hoffentlich vielen, Versuch von mir und meiner Mitbewohnerin, unser Wohnzimmer aufzuhübschen. Im Moment ist das eine wilde Ansammlung von komischen Resten. Aber wir haben jetzt ein Nagellack-Regal 🙂

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Alten, hässliche Setzkasten von grün zu weiß umbemalt und freudig Nagellacke einsortiert. Sind also nicht alle Farben von mir, auch wenn ich zugeben muss, dass mir ein beträchtlicher Teil gehört…

Also auf bald, ich habe hier noch so einiges herumliegen, das noch auf Fertigstellung wartet!

Jerseykleid Tutorial Teil 2: Der Rock…

Ohjee..jetzt folgt Teil 2 zum Tutorial und ich muss mich vorab schon mal entschuldigen, da das ganze wohl ein bisschen chaotisch ausfallen könnte. Aber genau so chaotisch war nun mal mein Nähprozess. Lasst euch aber nicht abschrecken, da das Prinzip total einfach ist, aber meine Mathekenntnisse mich schier verzweifeln lassen haben.

HÄ? Kleid? Welches?! Wenn du noch keine Ahnung hast, schaue dir einfach hier Teil 1 an!

Bei Fragen, Unklarheiten, Kritik oder was auch immer, bitte fragt einfach! Ich kann auch gerne noch ein paar Bilder machen, falls manches nicht ausführlich genug ist. Und ich freue mich, wenn jemand dem Ganzen einen Versuch widmet und mir eine Rückmeldung gibt 🙂

Es gibt 2 Varianten, wie ihr den Rockteil machen könnt:

Zum Einen könnt ihr einen einfachen Rock machen (ungefähr wie diesen von Burda, sieht aber bisschen anders aus, da unserer aus Jersey ist), indem ihr den oberen Teil einfach rafft. Dazu habe ich jetzt keine Bilder, aber es gibt genügend Anleitungen hierzu im Internet. Aber hier mal meine Kurzanleitung:

Kleid mit gerafftem Rockteil

  1. Schneidet euren Stoff auf die gewünschte Länge plus 2-3 cm Saumzugabe und 2 cm um den Rock an euer Oberteil zu nähen. Die Breite des Rocks ist mindestens die gleiche Weite des Oberteils, um dieses dann daran nähen zu können. Damit der Rock schön fällt würde ich mind. nochmal die gleiche Breite eures Oberteils empfehlen.
  2. Näht die Seiten zusammen.
  3. Am oberen Teil (schon in der Nahtzugabe, damit man die Löcher später nicht sieht) näht ihr dann mit einer großen und geraden Sticheinstellung einmal entlang und lasst am Anfang und Ende ein paar Zentimeter Faden übrig, damit ihr daran ziehen könnt. Dann kann das Ganze gerafft werden. Und zwar auf die Breite des Oberteils. Hierfür nur an einem (Ober- oder Unter)Faden ziehen und darauf achten, dass eine gleichmäßige Raffung entsteht. Wenn ihr zufrieden seid, fixiert eure Raffungen nochmal mit einer Naht innerhalb der Nahtzugabe, dann kann beim Zusammennähen mit dem Oberteil nichts mehr verrutschen.
  4. Saum unten umbügeln und mit einem Zickzackstich feststeppen.
  5. Oben herum wieder ein bisschen nachdenken. Den Rock nun in euer Oberteil stecken, dabei darauf achten dass die rechten Seiten aufeinander liegen, also sich bedecken. Achtet darauf, dass eure Rocknaht an der Seite mit dem Oberteil abschließt oder hinten mittig positioniert ist. Nun zusammennähen, Kanten zusammengefasst versäubern, bügeln und fertig!

Zum Anderen könnt ihr Kellerfalten (Box pleats) beim Rock nähen, so wie ich das nach der Vorlage des New Girl Kleids gemacht habe (ich würde aber viel mehr Kellerfalten für einen bauschigeren Effekt empfehlen). Hierzu erfolgt auch jetzt meine Anleitung mit Verweis auf eine weitere Anleitung 😉

Kleid mit Kellerfalten

  1. Die Rocklänge wählt ihr natürlich wieder frei aus, ich habe eine Länge von ca. 50 cm. Für den Saum 2-3 cm und den oberen Teil zum Annähen ans Oberteil auch nochmal 2cm einplanen.
  2. Nun zur Rockbreite mitsamt Falten. Im Grunde genommen müsst ihr am Ende nur auf die Breite eures Oberteils kommen. Bei mir sind das 74 cm. Je mehr Stoff ihr habt, desto mehr Falten könnt ihr machen und der Rock bauscht sich mehr auf. Mein Oberteil ist an der unteren Kante, wo der Rock angenäht wird also 74cm breit, dementsprechend muss der Rock oben auch 74 cm breit werden. Und hier nun mein Tipp, um euch meine Probleme mit der Symmetrie zu ersparen: Schneidet euren Rock in zwei Teile, sodass ihr 2 Rechtecke habt, mit denen ihr weiter arbeitet. Ich habe nur einen Teil an den Enden zusammengenäht und musste mit dem Schlauch versuchen, eine symmetrische Anordnung der Falten hinzubekommen und ich kann nur sagen: es hat nicht wirklich gut funktioniert.Meine Rechnung zu den Falten ging folgendermaßen: Ich habe 123 cm breiten Stoff, minus 74cm meiner Oberteilbreite, ergibt das 49 cm Überschuss für die Falten. Die rundeste Zahl, um die Falten später nicht in mm berechnen zu müssen, ist 7. –>49:7=7. Also habe ich 7 Falten, die 7cm breit werden. Wenn ihr zwei Rechtecke habt, lässt sich das Ganze ja einfacher berechnen und die Falten gleichmäßiger verteilen.
    Meine Bilder sind jetzt logischerweise mit Schlauchvariante, aber das Prinzip ist das gleiche. Ich würde nur vorerst mit den zwei Rechtecken arbeiten und wenn die Falten fertig sind, beide Teile zusammennähen. Ist auch auf Anhieb besser zu sehen ob Oberteil mit Rockteil zusammenpassen.
  3. Jetzt also zu den Falten:
    Hierfür kann ich nur das Tutorial von Zwergnasebär empfehlen, da dort das Prinzip nochmal ganz genau und mit Zahlen gezeigt wird 🙂
    Wie im Schritt zuvor gesagt, meine wurden 7 cm groß. Dafür habe ich mir 2 Markierungen gemacht, in dem Abstand von 7cm und in der Mitte eine weitere, also bei 3,5cm. Eure nächsten Markierungen macht ihr dann genau so, aber beachtet eure Symmetrie. Die Mitte eurer Kellerfalte liegt dann bei der mittleren Markierung.
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  4. Nun die äußeren Markierungen aufeinander legen, die Mittlere liegt logischerweise genau bei der Hälfte (siehe Bild).
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    Die äußeren Markierungen sind auf meinem Bild mit Stecknadeln fixiert. Jetzt kommt ein wichtiger Teil, den ich bei meinem ersten Versuch nicht gemacht habe: an der Stelle wo die Markierungen aufeinander liegen eine Naht machen. Die Naht sorgt auch für einen schöneren Fall des Stoffs. Bei dem folgenden Bild ist die Position, wo die Naht hin soll, mit dem Geodreieck markiert.
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    Macht aber alle Nähte gleich lang!!! Wie lang die Naht ist, entscheidet ihr selbst, je nachdem wie der Rock aussehen soll. Wenn euer Rock von vornherein Falten werfen soll, wird diese kürzer, wenn ihr erst gegen Ende diesen Ausstelleffekt haben wollt, macht ihr sie logischerweise länger. Die Länge der Naht beträgt bei mir 6 cm. Das Ganze sieht jetzt so aus:
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  5. Nun nehmt ihr die Mitte und legt sie auf die Naht, die ihr eben gemacht habt. Bevor ihr den Rock ans Oberteil näht, befestigt die Falten mit einer Naht am Stoff innerhalb der NZG entlang.
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  6. Wenn ihr mit zwei Teilen gearbeitet habt, diese nun an den Seiten zusammen nähen.
  7. Den Rock nun in euer Oberteil stecken, dabei darauf achten, dass die rechten Seiten aufeinander liegen, also sich bedecken. Achtet darauf, dass eure Seitennähte des Rocks mit den Seitennähten des Oberteils abschließen.  Nun zusammennähen, Kanten zusammengefasst versäubern und Rockteil ausklappen. Ich habe noch eine zusätzliche Naht gemacht, ähnlich wie beim Ausschnitt, damit die NZG nicht umklappt. Ich finde es aber nicht sonderlich schön, daher empfehle ich das nicht weiter.
  8. Dann den Rocksaum umbügeln und feststeppen.

Alles bügeln und Yippie schreien!

Mein erstes Tutorial. Yaaay! Jerseykleid. Teil 1

Im letzten Beitrag habe ich euch mein experimentelles Ergebnis zu einer Jerseyversion vom New Girl Kleid vorgestellt… Wer von euch daraufhin fleißig gesuchmaschint hat, jaaa.. es ist anders. Und es ist nicht rot. Na und? 😀 Wer Lust hat, kann nach dieser Anleitung nun nachnähen. Oder auch nicht. Wie es euch beliebt, wie meine Lieblings-/Hassromanfigur sagt. Wer noch nicht weiß, welches Kleid gemeint ist, bitteschön:

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Nur nochmal als Anmerkung. Ich bin keine sonderlich geübte Näherin, daher bin ich für Vereinfachungs-, Verbesserungs-, oder auch „oh gott, was hast du denn da gemacht“- Kritiken/Tipps sehr dankbar. Und ich freue mich, wenn sich jemand auf diesen Blog verirren und das tatsächlich ausprobieren sollte (bitte dann kurz kommentieren!).

Laber Rhabarber, hier also Teil 1: Wie nähe ich nun das Oberteil?!

Was ihr braucht!

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Die üblichen Nähutensilien, wie

  • Stecknadeln
  • Schneiderkreide
  • Maßband
  • Schere
  • Jerseynadel für die Nähmaschine
  • Schnittmusterpapier (Backpapier oder Butterbrotpapier geht notfalls auch, macht nur mehr Klebearbeit)
  • circa 2 Meter Jerseystoff (vor der Verarbeitung waschen und bügeln)
  • Passendes Garn
  • Ein Shirt als Vorlage

(Übrigens am besten die Anleitung erst einmal durchlesen, vielleicht sind andere Schrittreihenfolgen sinnvoller für euch, wie z.B. das Versäubern. Ich habe das am Ende gemacht, würde es aber vielleicht nach jeder Naht empfehlen.)
Also los geht’s!

Ich versuche die Anleitung möglichst präzise auch für absolute AnfängerInnen zu machen, wenn euch das zu banal ist, halt einfach nur die rote Schrift beachten…

  1. Jersey-Shirt mit schönem Ausschnitt zur Hand nehmen.
    Das wird nun die Vorlage für das Oberteil. In meinem Falle ist das ein Petrolfarbenes  Jerseykleid, das eng am Körper anliegt. Das Ganze am besten auch nochmal bügeln, um es besser aufs Schnittmuster übertragen zu können.
  2. Nun wird das Schnittmuster für das Oberteil angefertigt. Dafür Oberteil zur Hälfte falten, auf Schnittmusterpapier legen und die Nahtstellen übertragen.
    Beim Ärmelausschnitt möglichst genau arbeiten, damit beide Teile (Oberteil und Ärmel) später gut aufeinander passen. Ich habe an den Seitenteilen, an denen entlang genäht wird, jeweils einen Zentimeter Nahtzugabe (NZG) hinzugefügt, siehe Bild! Ich habe das Rückenteil (RT) und Vorderteil (VT) auf einen Bogen übertragen, da das Jerseykleid bis auf den Ausschnitt identisch ist. Die Unterschiede habe ich da in grün fürs RT und rosa fürs VT markiert. Dort  habe ich auch einen Zentimeter NZG hinzugefügt.
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    Hier seht ihr nochmal genauer, wie die Nähte übertragen wurden.
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    Ich habe natürlich nicht die ganze Länge des Jerseykleids aufs Schnittmusterpapier übertragen, da ich ja nur das Oberteil haben möchte. Die Länge habe ich einfach bestimmt, indem ich das Kleid angezogen habe und die Stelle knapp oberhalb der Hüfte markiert habe. Ab dann soll nämlich bei mir der Rockteil beginnen.
    Das Muster kann natürlich auch direkt auf Stoff übertragen werden, wird aber wahrscheinlich nicht ganz so präzise. Außerdem kann das angefertigte Schnittmuster wiederverwendet werden, wenn das Kleid nochmal in einer anderen Farbe genäht werden soll 😉
    Den Ärmel habe ich genau wie Vorder- und Rückenteil mit einem Zentimeter NZG an den Nahtstellen zum Oberteil und 3 Zentimeter am Ärmelende versehen.  Die Ärmellänge habe ich wieder angezogen nach Wunsch mit einer Sicherheitsnadel markiert, da die Ärmel zu schmal waren, um sie einfach hochzukrempeln. Das Kleid bei New Girl endet etwas oberhalb der Armbeuge.
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    So viel also zur Schnittmustererstellung. Das müsste bei euch jetzt in etwa so aussehen:
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    Hier nochmal die Details vom Ausschnitt für VT und RT:
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    (Der Pfeil auf dem Bild markiert den Fadenlauf, also in welche Richtung der Stoff liegen soll. Den habe ich jetzt einfach parallel zum Stoffbruch markiert, nur der Vollständigkeit halber 😉 Dazu gleich nochmal mehr.)
  3. Jetzt werden die Schnittmuster auf den Stoff (die linke Seite des Stoffs, also rechte, schöne Seite ist innen) übertragen.
    Ihr macht

    • 1 Vorderteil
    • 1 Rückenteil
    • 2 Ärmel
    • 1 Bündchen

    Ihr müsst jetzt das VT und RT im Stoffbruch legen. Ihr habt ja nur eine Hälfte des Oberteils als Muster, die andere Hälfte entsteht dann automatisch mit, wenn ihr den Stoff faltet (auf meinem Schnittmuster steht an der Seite auch wo der Stoffbruch sein muss). Anders geht es auch nicht 😉 Das wird jeweils einmal fürs VT und einmal fürs RT gemacht. Der Jersey sollte so ausgerichtet sein, dass der Stoff sich an eurem Körper stärker zur Seite dehnt, als nach unten. Wenn es anders herum wäre, würde euch der Stoff schnell ausleiern. Das ist übrigens der zuvor beschriebene Fadenlauf.  Wenn das immer noch nicht deutlich beschrieben ist, schaut einfach mal, wie eure Shirts im Schrank aussehen. Das ist das einfachste 😉
    Die Ärmel sollten sich auch nicht Richtung Hand dehnen, sondern am Oberarm.
    Wichtig! Achtet darauf, dass ihr noch einen langen Streifen von Stoff für den Ausschnittbund benötigt, also Muster gut auflegen! Der Stoffstreifen beträgt bei mir von 6cm breite und ca. 70cm Länge, dazu in Schritt 8, wie ihr eure Länge heraus bekommt, aber 70 cm müssten dicke reichen. (Ich habe das Bündchen erst gemacht, als die anderen Teile bereits ausgeschnitten und vernäht waren, daher erst in Schritt 8.)
    Der Fadenlauf ist beim Ausschnittbündchen parallel zur kurzen Kante, d.h. euer Stoff dehnt sich nach „außen hin“ stärker.
    Dummerweise habe ich jetzt nur ein Bild vom Ärmel gemacht, aber VT und RT funktionieren genauso, nur dass ihr euren Ausschnitt vorne und hinten berücksichtigen müsst. Also bitte nicht voreilig sein und am Ende zwei Vorderteile haben…:)
    Ärmel im Stoffbruch:
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  4. Alles ausschneiden!
    So sehen eure Teile ausgeschnitten und aufeinander gesteckt aus (die rechte Seite nach wie vor innen!):
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  5. Jetzt geht’s ans Erste Zusammennähen der Teile: VT und RT an Seiten und Schultern vernähen.
    Bei elastischem Stoff solltet ihr übrigens unbedingt eine Jersey-Nadel verwenden und einen Zickzack-Stich benutzen! Meine Sticheinstellung war Stichlänge: 1,4 und Stichbreite 3,5.
    Auf dem Bild nochmal zu sehen, welche Seiten vernäht werden sollen:
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    Nun die Ärmel schließen, also die Seite vernähen (siehe nächstes Bild).
  6. Jetzt einmal über alle Nähte bügeln! Die Nähte integrieren sich dann besser in den Stoff und halten auch besser. Außerdem ist das eine gute Vorbereitung für Schritt 8!
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    Markiert euch direkt danach mit einer Stecknadel am besten die Mitte der oberen Schulterpartie (also einfach wo der Stoffbruch ist) :
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  7. Jetzt näht ihr die Ärmel an euer Oberteil. Da das bei mir immer eine kognitive Herausforderung darstellt, hier nochmal beschrieben, welches Teil, wie herum liegen muss: Ihr dreht euren Ärmel jetzt auf die rechte Seite und steckt diesen in den Armausschnitt des Oberteils. Das Oberteil liegt aber immer noch auf der linken Seite. Steckt nun Ärmel und Oberteil zusammen. Die Achselnacht des Ärmels  trifft auf die Seitennaht des Oberteils. Die Stecknadel der Schulterpartie trifft auf die Schulternaht des Oberteils. Den Rest so zusammenstecken, dass der Stoff keine Falten wirft. Das Ganze vernähen und mit dem anderen Ärmel genauso verfahren.
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    Die Ärmelenden könnt ihr jetzt auch einklappen und mit eurem Zickzackstich vernähen für eine saubere Kante.
    (Bild hierzu erfolgt noch diese Woche!)
  8. Jetzt näht ihr ein Bündchen an den Ausschnitt, damit dieser versäubert ist, schöner aussieht und eine gewisse Spannung hat.
    Dazu nehmt ihr euer 70cm langes und 6cm breites  Stück Stoff und klappt zunächst den Stoff zur Hälfte, sodass ihr nur noch ein doppellagiges 3cm breites Stück habt.
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    Dann aufklappen und die beiden Seiten hin zu dieser durch das Bügeln entstandenen Mitte falten und das Ganze wieder bügeln.
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    Das Ganze zusammenklappen und wieder bügeln. Am Ende habt ihr nur noch ein 1,5cm breites Stück.
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    Messt die Gesamtlänge eures Ausschnitts einmal aus und kürzt die 70cm auf eure Ausschnittlänge minus ca.  1,5-2cm (der Bund ist also 1,5-2cm kürzer als der Ausschnitt).
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    Jetzt euren Bund kurz aufklappen (also auf die Breite von 3cm) und die langen Seiten aufeinander legen und zusammennähen, sodass die rechte Seite einmal im Kreis liegt. Wieder zusammenklappen auf 1,5cm.
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    Nun wird das Bündchen ans Shirt genäht. Euer T-Shirt liegt jetzt rechts herum (also richtige Seite außen). Nun legt ihr euer Bündchen mit der offenen Seite an die Kante des Ausschnitts (kurz nachdenken und schauen ob das so stimmen wird, ging bei mir nämlich zunächst schief ;-)) und steppt recht nah an der Kante entlang an.
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    Einmal bügeln und dann, aber diesmal mit gerader Sticheinstellung der Nähmaschine, knapp unterhalb des Bündchens entlang nähen. Somit faltet sich euer Bündchen nicht nach innen.
    (Das Bild zur Verdeutlichung dazu folgt noch diese Woche!)
  9. Alle Seiten versäubern, falls ihr das nicht zwischendurch immer mal wieder gemacht habt. Ich weiß leider nie genau, wann ich was versäubern muss, daher mache ich das am Ende. Sieht nicht so perfekt innen aus, reicht aber vollkommen aus.Fertig ist euer Oberteil!

Die Anleitung zum Rockteil gibt es nächste Woche. Diese fällt leider nicht ganz so präzise aus, da meine Logik von einem sehr begrenzten Ausmaß ist 😉

Jerseykleid. Hoffentlich ein bisschen wie New Girl.

Jajaa das Nähen dauert bei mir immer seine Zeit. Aber vor einer Woche habe ich nun dieses Kleid nach eigenem Schnitt fertig genäht. Ich wollte ein Kleid wie Zooey Deschanel im New Girl Intro und habe mich zunächst nur an eine einfache Version aus Jerseystoff gewagt. Außerdem war in dem Moment des Motivationsschubs nur senfgelber Jersey im Hause, also nun die erste Testversion senfgelb! Mit dem Endergebnis bin ich letztenendes doch recht zufrieden, obwohl ich manche Schritte weglassen oder ändern würde. Ich habe meinen Nähprozess dank Mitbewohner_innenkameras dokumentiert und werde diesen demnächst mal hier reinstellen.

Vorderseite nun hier:
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Und die Rückseite:
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