Knoten aus Kopf raus. Knoten in Kleid rein.

Wie fange ich bloß einen Blogbeitrag fast ein Jahr nach dem zuletzt geschriebenen Text an?
Einfach vor sich hin pfeifen, unschuldig in die Luft gucken und lächeln, ungefähr so, als ich früher ohne Brille und Kontaktlinsen durch die Straßen lief und grundsätzlich ein Lächeln auflegte, da die Person auf der anderen Straßenseite ja jemand bekanntes sein könnte. Man will ja nicht unhöflich sein! Und auch um jetzt nicht allzu unhöflich zu sein, hier ein komprimierter Abriss des letzten Jahres bis heute (immerhin ist das ja  auch (m)ein virtuelles Tagebuch):
Es musste ein Master-Werk angefertigt werden, das mir sehr viel Zeit, Energie und Emotionen zwischen Neugier, Freude und purer Abscheu abverlangt hat (obwohl ich das Thema immer spannend fand und es mir nach wie vor am Herzen liegt). Nach einer kurzen Verschnaufpause dann die Frage, welcher Job etwas für mich wäre und ob ich schnell einen finde. Überlegungen nach Urlaub. Und ehe ich mich versah, hatte ich innerhalb von zwei Wochen einen Job, der mir wie auf den Leib geschneidert war. Das hieß dann, einen Monat lang dem „alten“  Job nachzugehen und dem Versuch, sich von diesem und den tollen Menschen zu lösen, die mich über 6 Jahre dort begleitet und diese Zeit so wertvoll gemacht haben, sich nicht mehr als Studentin zu definieren, als auch zeitgleich den neuen Job anzunehmen und sich in neue Strukturen einzufügen. Ach, diese Übergänge. Ein Thema für sich, über das man ganze Master-Arbeiten füllen kann 😉 Und dann passiert da auch noch das ganz normale Leben mit all seinen auf und abs.

Und was hat das jetzt mit meinem genähten Werk zu tun? Nüscht! 🙂 Naja, also insofern, dass ich das Nähen drastisch reduziert habe, da es mir neben der Master-Arbeit doch zu kopflastig war. Ich möchte euch aber zu diesem Frühlingsanfang ein Kleid vorstellen, dass ich erstmals letzte Woche ausführen konnte.

Es handelt sich dabei um ein Jersey-Kleid aus dem CUT-Magazin (Nr. 11, 02/2014). Das Kleid ist vorne schlicht gehalten, eröffnet hinten dafür eine hübsche Rückenansicht mit einer geknoteten Schleife. Genäht habe ich das Kleid aus einem wunderschönen, dunkelgrünen Jersey aus meinem Stoffvorrat.

CUT Kleid vorne1pCUT Kleid hinten p (2).pngKnoten1Knoten2CUT Raffung pCUT Hals pCUT Schultern pCUT Kleid vorne2 p
Fotos vom fabelhaften Markus Ries!

Ich habe mir eine Zwischengröße in 35 angefertigt, da es mir aufgrund der fertigen Kleidermaße in der Tabelle als bester Kompromiss vorkam. Die Anleitung der CUT war einwandfrei, das Kleid konnte ich ohne Probleme nähen. Der Jersey ließ sich aber auch wunderbar verarbeiten und das Ergebnis spricht für sich. Der einzige Fehler unterlief mir beim Zuschneiden der Rockteile, die ich konsequent entgegen des Fadenlaufs zugeschnitten habe. Die Auswirkungen dieses Fehlers werden sich vermutlich erst im Laufe der Zeit zeigen. Es könnte auch sein, dass der Knoten bei längerem Sitzen im Rücken stört, da er doch sehr groß ist.

Insgesamt kann ich mir gut vorstellen, noch ein weiteres Exemplar zu nähen, da es leger und gleichzeitig ein bisschen schick ist. Ich würde dann eventuell die Brustabnäher weiter oben ansetzen und das Oberteil etwas schmälern. Und den Rock richtig zuschneiden…

Und nach fast einem Jahr Pause freue ich mich sehr, das Kleid beim Me-Made-Mittwoch zu verlinken und diesmal nicht nur Leserin zu sein!

Auf bald!

Marta. Seweryna.

 

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13 Gedanken zu „Knoten aus Kopf raus. Knoten in Kleid rein.

  1. Wie ein Phoenix aus der Asche, Post und Kleid sind doch sehr gelungen 🙂 Ich finde, es ist wirklich eine tolle Mischung von elegant und sportlich. Das CUT Magazin kenne ich gar nicht, werde ich mir mal anschauen. Aber ob ich es tatsächlich nähe.. wie du schon sagst: Der Zeitfaktor. Außerdem versuche ich mir Kleider zu nähen, die ich auch auf Arbeit tragen kann. Das würde hier leider nicht klappen.
    Bleib dran mit dem Nähen und Bloggen, bin gespannt was noch so kommt.
    LG
    Stacia

    • Ups jetzt hatte ich aus versehen deinen Kommentar gelöscht. Danke für die lieben Worte, der nächste Beitrag lässt auch diesmal nicht so lang auf sich warten, zwei sind grade in Arbeit 🙂 die CUT wird leider anscheinend nicht mehr fortgeführt, es waren auch immer nur ca. 4 Schnitte drin,aber das Magazin ist echt gut gemacht. Man kann also vermutlich nur noch alte Exemplare kaufen.
      Liebe Grüße!
      Marta

    • Ich habe auf den Bildern einen an, der rutscht zwischendurch evtl. etwas raus, aber es geht eigentlich. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Knoten um den bah herum zu binden, mit einem meiner bhs ha das ganz gut funktioniert 🙂
      Liebe Grüße!
      Marta

  2. Thumbs up!
    Eine sehens- und lesenswerte Rückmeldung nach so langer Zeit (sagt die, die so ziemlich zwischen allen Blogposts ellenlange Pausen hat). Gratuliere zum neuen Job (auch wenn er inzwischen ja schon nicht mehr so neu ist 😉
    Ein wirklich cooles Kleid mit dem Twist vorn und dem tollen Rücken hast Du Dir genäht! Der Stoff scheint auch sehr schön und die Farbe ist sowieso ein Traum. Auf jeden Fall kleidet es Dich ausnehmend gut!
    Ich glaub, den Schnitt muss ich mir auch nochmal anschauen. Ich finde es auch sehr schade, dass es die CUT nicht mehr gibt – da waren immer wieder mal schöne und vor allem besondere Sachen drin.

    LG
    Frieda

  3. Sehr schön! Und eine phantastische Farbe! Und: herzlichen Glückwunsch zur Master Arbeit und alles Gute im neuen Job! Vielleicht gibt es ja hier jetzt wieder mehr zu sehen. Würde mich freuen. LG, Nina

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